Ganz Hamburg?

Stimmen zu Olympia

Ganz Hamburg sei „Feuer und Flamme für Spiele in Hamburg“ – so lautet zumindest die Werbe-Botschaft auf Bussen und Bahnen. Wir sehen das Flammen-Logo auf den Bildschirmen von Bankautomaten oder beim Einkaufen im Supermarkt. Ganz Hamburg? Wohl kaum! Je konkreter die Pläne des Senats werden, umso mehr kritische Stimmen melden sich zu Wort. NOlympia Hamburg sammelt hier einige davon und freut sich auf mehr…

27.11.2015: Der Verein Mieter helfen Mietern warnt in einer Stellungnahme vor den Risiken, die sich für Hamburgs Mieter/innen aufgrund von Olympischen Spielen ergeben würden:
„Ein paar Wochen Olympia in Hamburg stellen für viele Hamburger Mieter ein Risiko weiterer Kostensteigerungen, sozialer Einbußen und Verdrängungen dar.
Das Herz sagt ja – die Vernunft aber nein!“

25.11.2015: Theo Christiansen, Leitung Diakonie und Bildung im Kirchenkreis Hamburg-Ost, kritisiert die Olympischen Spiele als „hochkommerziellen Wanderzirkus“:
„Die Olympischen Spiele haben heute mit Sport so viel zu tun wie die Formel 1 mit nachhaltiger Verkehrspolitik. Sie sind ein hochkommerzieller, korruptionsaffiner, doping- und damit missbrauchsanfälliger Wanderzirkus, der den Sport als Ware und die Fünf Ringe als Marke betreibt. Die vertraglichen Regelungen dafür sind beinhart.“

25.11.2015: Nina Gessner argwöhnt in der Mopo, dass die Stadt bei den Kosten zur Verlagerung des Hafens getrickst haben könnte:
„Die Tinte auf dem Papier ist kaum getrocknet, da tauchen die ersten Zweifel an der Olympia-Vereinbarung zwischen der Stadt und dem Unternehmensverband Hafen Hamburg (UVHH) auf. Wird der Umzug der Hafenfirmen vom Kleinen Grasbrook doch teurer als die errechneten 1,3 Milliarden Euro?  Wird hier getrickst – auf Kosten der Steuerzahler?“

21.11.2015: Carina Braun beschreibt in der taz, wie in der Stadt Stimmung für Olympia gemacht werden soll:
„Es ist eine umfassende Marketingstrategie. In der privaten Initiative ,Feuer und Flamme‘ haben sich vor allem Bau- und Finanzbranche zusammengetan, sie sammeln Geld für ihre millionenschwere Pro-Olympia-Kampagne und machen massiv Werbung. Im Rathaus unterstützen fünf von sechs Fraktionen offiziell die Bewerbung, alle außer den Linken. Wer in den anderen Fraktionen dagegen ist, ist still.“

20.11.2015: Der Dopingopferhilfeverein DOH empfiehlt, beim Referendum mit NEIN zu stimmen.
„Wir sagen: Mit Null-Verantwortungspolitik keine Olympischen Spiele in unserem Land. Liebe Hamburger, auch Sie können Nein sagen. München konnte es. Danke!“

20.11.2015: Mehr als 20 Hamburger Professor/innen und Wissenschaftler/innen aus Stadt-, Umwelt- und Sicherheitsforschung empfehlen, beim Referendum mit NEIN zu stimmen.
„Aus wissenschaftlicher Sicht sind problematische Kernpunkte des Hamburger Olympiakonzepts immer noch ungeklärt.“ (Statement als PDF)

14.11.2015. Das Hamburger Abendblatt zitiert den us-amerikanischen Prof. Christopher Gaffney, der letzte Woche in Hamburg zu Gast war, und das Businessmodell des IOC vorgestellt hat.
„Der Rest der Stadt werde weiter abgehängt. 15 Milliarden Euro Ausgaben für sechs Wochen Spaß, das steht in Zeiten der größten Flüchtlingskrise des Kontinents in keinem Verhältnis“. Wenn das IOC Olympia wolle, „soll es doch die gesamte Show bezahlen und nicht die Ausrichter in den Ruin treiben.“

13.11.2015: Der Wohlfahrtsverband SOAL mit über 200 Mitgliedseinrichtungen empfiehlt, beim dem Referendum mit Nein zu stimmen.

„Die Verschärfung der sozialen Spaltung in der Stadt und die Einschränkung der demokratischen Grundrechte durch die Vorgaben des IOC tragen wir als Wohlfahrtsverband nicht mit“, so Geschäftsführerin Sabine Kümmerle.

10.11.2015: Alfons Hörmann, Präsident des DOSB, zum aktuellen Korruptions- und Dopingskandal des Weltleichtathletikverbands in Bezug auf die Londoner Sommerspiele 2012.

„Nach den Ergebnissen der WADA-Kommission ist der Sport natürlich beschädigt. Da zeigt sich eine Systematik, die mehr als bedrohlich ist. Da kann man auf Selbstheilungskräfte nur noch bedingt hoffen.“

9.11.2015: Das Kunst-& Stadtteilprojekt Park Fiction empfiehlt, beim Referendum mit Nein zu stimmen.

„Globale Ereignisse, wie die Olympischen Spiele, werden seit Jahren dafür eingesetzt, die Stadtentwicklung im neoliberalen Sinne ,auf Trab‘ zu bringen. ,Global‘ ist an Olympischen Spielen nicht der freundlich gastliche Umgang mit Fremden, sondern die stumpfe Logik von Leistung und Wettbewerb, Großsponsoren, Nationalsportteams und die saubere Unterscheidung von ,Sport‘-Akteuren und auf die Jubelrolle reduziertem Publikum.“

9.11.2015: Die Bürgerinitiative Hamburg für die Elbe empfiehlt, beim Referendum mit Nein zu stimmen.
„Wenn schon nicht der Senat, dann achten Sie auf den Hamburger Haushalt. Hapag Lloyd, HSH Nordbank, HPA und die Elbvertiefung belasten die Steuerzahler bereits mehr als genug. Wir brauchen nicht noch mehr ,schwarze Löcher‘ wie die Elbphilarmonie, in denen Steuergelder verschwinden.“

7.11.2015: Die parteiunabhängige Gruppe CampusGrün setzt sich für ein „klares NEIN zu Olympia am 29.11. und für eine andere, eine soziale Entwicklung Hamburgs“ ein.
„Nachhaltig an Olympia sein werden ein Wohngebiet für die ohnehin schon Wohlhabenden und Milliardenprofite für das IOC und seine Sponsoren (McDonald´s, Coca Cola, Visa etc.).“

27.10.2015: Der Zukunftsrat empfiehlt ein JEIN zum Olympiareferendum.
„Ein ,Ja‘ beim Referendum wäre in erster Linie ein (nicht Erfahrungs-gestützter) Vertrauensvorschuss, eine emotionale Entscheidung. Nach der jetzigen Sachlage und in diesem frühen Verfahrensstand kann eine rationale Entscheidung zur Olympiabewerbung, die nicht ,die Katze im Sack‘ kaufen und hohe Risiken vermeiden will, nur ein ,Nein‘ sein.“

23.10.2015: Der Naturschutzbund Hamburg (NABU) gibt keine Empfehlung fürs Olympiareferendum.  Alexander Porschke, NABU-Chef und Ex-Umweltsenator der Grünen, sagt:

„Für eine belastbare gemeinsame Empfehlung gibt es noch zu viele Unklarheiten“.

23.10.2015: Kampnagel Intendantin Amelie Deufelhard hat sich als „Botschafterin für Olympische Spiele“ zur Verfügung gestellt. Warum die Stadt so früh auf die Kulturschaffenden zugeht, kommentiert sie so:
„Dass wir gefragt werden, ist auch vorsorgliche Aufstands­bekämpfung“.

19.10.2015: Joachim Kellner, Professor für Marketing über die Auswirkungen des FIFA-Bestechungsskandals auf Hamburgs Olympiabewerbung:
„Die Gruppe der Ablehner wird zunehmen. Mehr Menschen, die tendenziell schon ein bisschen Gegner sind, werden sagen, dass Sport nur Betrug und teuer ist.“

15.10.2015: Umweltverband BUND empfiehlt beim Olympia-Referendum mit Nein zu stimmen und hat eine umfassende Stellungnahme dazu verfasst:

„Das Nachhaltigkeitskonzept enthält vorrangig unverbindliche Absichtserklärungen. Die wenigen konkreten Zielvorgaben wie 50 % Ökolebensmittel bei der Verpflegung während der Spiele oder ein Anteil von 25 % Radverkehr in Hamburg durch den ,Katalysator Olympia‘ sind nicht ambitioniert.“

15.10.2015: Die Bundesregierung reagiert äußert zurückhaltend auf die Forderung des Hamburger Senats, der Bund möge 6,2 Milliarden Euro der bisher errechneten Olympia-Kosten übernehmen. Anscheinend ist der Bund nicht bereit, für Hamburgs Stadtentwicklung zu zahlen.

„Man habe die Zahlen ,zur Kenntnis‘ genommen und dass Hamburg ,anlässlich der Spiele ein umfassendes Stadtentwicklungskonzept bis 2040 erarbeitet hat‘, sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums dem Abendblatt.“

14.10.2015: Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, findet, dass die Hamburg nun ausreichend informiert seien und dass der Bürgermeister es richten soll, so verkündet Hörmann im Zeit-Interview:
„Olaf Scholz hat deutlich gesagt, was Hamburgs Beitrag zu den Kosten sein wird: 1,2 Milliarden. Damit haben die Bürger die personifizierte Verantwortung“.

13.10.2015: Über 30 Hamburger Wissenschaftler_innen positionieren sich kritisch zur Bewerbung um Olympiabewerbung Hamburgs:
„Als WissenschaftlerInnen, die sich seit vielen Jahren mit Hamburger Stadtentwicklung und/oder Großsportevents beschäftigen, fühlen wir uns der Hamburger Öffentlichkeit verpflichtet, im Vorfeld des Referendums zur Olympiabewerbung Informationen über die Risiken bei der Durchführung Olympischer Spiele in die Diskussion zu bringen. Aus unserer fachlichen Sicht lassen die Olympia-BefürworterInnen aus Politik, Wirtschaft, Sportmarketing und Verbänden bislang wesentliche Konfliktpunkte unerwähnt oder unbeantwortet.“

8.10.2015: Der  Unternehmensverband Hafen Hamburg kritisiert in einer Pressemitteilung den Finanzreport des Hamburger Senats als nicht solide und nicht abgeschlossen.
„Der Vorschlag des Senats, die Finanzierung notwendiger öffentlicher Infrastruktur im Hafen und die Schaffung von neuen Flächen für die Verlagerung von planungsbetroffenen Unternehmen über Hafenmieten und Pachten ist nicht solide und widerspricht den bisherigen Finanzierungsregeln im Hafen.“

29.9.2015: DOSB-Chef Alfons Hörmann äußert sich zu den Auswirkungen der Flüchtlingskrise auf die Olympiabewerbung Hamburgs. Die Flüchtlingskrise komme „zur absoluten Unzeit“, sagt er und fügt hinzu:
„Wir müssen mindestens 260.000 Hamburger dazu bewegen, dass sie den Weg für die Spiele freimachen. Das ist eine durchaus stattliche Herausforderung, die insbesondere (…) unter dem Aspekt der Flüchtlings-Krise noch einmal etwas schwerer zu finden ist.“

29.9.2015: Jens Kerstan über die Finanzierungsvorstellungen des Senats in Bezug auf die Olympischen Spiele:

„Wir werden Hamburg auch keine unzumutbaren finanziellen Lasten aufbürgen. Das wird bedeuten, dass Hamburg von den Nettogesamtkosten weniger als 15 Prozent tragen muss oder auch tragen kann. Das entspräche ungefähr dem Anteil von London, da waren wir bei 10 Prozent. Das kann gelingen, wenn es eine faire Kostenteilung mit dem Bund gibt. Und ich sage auch,  nur wenn es eine solche faire Kostenteilung gibt mit dem Bund wird und kann es Olympia in Hamburg geben.“

23.9.2015: Gunther Bonz, Präsident des Unternehmerverbands Hafen Hamburg, warnt vor den hohen Kosten die sich durch die Verlagerung der Betriebe vom Kleinen Grasbrook für Olympia ergeben:

„Bis zu 1,5 Milliarden Euro würden dafür anfallen. Rund 1.000 Arbeitsplätze auf dem Kleinen Grasbrook müssten für Olympia verlagert werden“.

10.9.2015: Björn Beton von Fettes Brot auf die Frage, wie sich Hamburg in den letzten Jahren aus ihrer Sicht geändert hat:
„Manchmal habe ich den Eindruck, sie [die Stadt Hamburg] ist zu einer Werbemaschine verkommen. Zum Beispiel die Olympischen Spiele: Was bleibt, wenn die Kamerateam und Sportler wieder weg sind? Keiner weiß es, aber trotzde soll das ganz schnell entschieden werden.“

7.9.2015: Der NDR berichtet, warum sich der Ruder Weltverband FISA für Linz als Austragungsort der Ruder-WM 2019 entschieden hat. Die Strecke, mit der Hamburg kandidiert hat, ist die anvisierte Olympiastrecke:

„In der Hansestadt [bestehe] wegen stärkerer und ungünstiger Winde die Gefahr, dass nicht allen Teilnehmern faire Wettkampfbedingungen geboten werden könnten. Tatsächlich gilt die Strecke an der Dove-Elbe als sehr windanfällig.“

3.9.2015: Kirsten Annuschat, Landesvorsitzende des ADFC (Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club e.V.), zum fehlenden Mobilitätskonzept:

„Zum gegenwärtigen Zeitpunkt hält der ADFC Hamburg die Risiken einer Olympiabewerbung insbesondere hinsichtlich einer Verschlechterung des Verkehrsklimas für Hamburgs Radfahrende für unkalkulierbar.“

21.8.2015: NABU Hamburg in der Presseerklärung „Olympia nicht ohne Ausstiegsklausel“:

„Der NABU Hamburg teilt die aktuellen Bedenken des Landesrechnungshofes, dass die Bürgerinnen und Bürger der Hansestadt Hamburg zum Zeitpunkt des Referendums am 29. November kaum umfassend über die wirtschaftliche Tragweite der Olympia-Bewerbung informiert sein werden. Deswegen fordert der NABU seit Langem, dass zumindest im begleitenden Text zum Referendum eine ,Ausstiegsklausel‘ formuliert werden müsse.“

20.8.2015 Der Rechnungshof der Freien und Hansestadt Hamburg zu den unkalkulierbaren finanziellen Risiken von Olympia:

„Es ergeben sich erhebliche Planungs- und typische Kostensteigerungsrisiken infolge des einstweilen unsicheren Planungsstandes. Zudem besteht vor Kenntnis eines konkreten Angebots des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zum Gastgeberstadtvertrag ein nicht identifizierbares und damit noch nicht quantifizierbares Risiko aus der erwartbaren Übernahme von Gewährleistungen gegenüber dem IOC.“

11.8.2015 Die Geschichtswerkstatt St. Georg lehnt die Teilnahme an der sogenannten Kulturolympiade ab:

„Die Energie, die gegenwärtig verpulvert wird, um die Olympischen Spiele mit Macht durchzusetzen, diese Energie sollte unseres Erachtens vielmehr darauf verwandt werden, die Situation der Flüchtlinge sofort und nachhaltig zu verbessern.“
Zum vollen Text…

6.8.2015: Bauexperte Dieter Becken beim Runden Tisch „Hamburg diskutiert die Spiele“ (ab min 26:40) zur Frage, ob zum Referendum im November seriöse Kostenschätzungen vorliegen können:
„Nein. Natürlich nicht. Ich denke, dass die Kosten erst in einem fortgeschrittenen Planungsstadium festgelegt werden können und ich denke, das kann erst passieren, wenn sicher ist, dass wir die Olympiade bekommen.“

6.8.2015: Marco Carini (taz Hamburg) zum Hamburger „Chaos bei den Olympia-Planungen“ in Bezug auf das Thema Sicherheit:

„Dabei ist die Sicherheitsfrage die vielleicht größte Achillesverse der Olympiabefürworter. Ihnen gelten die Spiele in London als Vorbild. Doch die Sportveranstaltung mutierte 2012 in der Insel-Metropole zur größten Operation der britischen Sicherheitskräfte in Friedenszeiten: Rund 17.000 eingesetzte Soldaten verwandelten die britische Hauptstadt in eine Hochsicherheitszone. Auf Wohnhaus-Dächern wurden Boden-Luft-Raketen und in der Themse Kriegsschiffe stationiert, um Terrorakte aus der Luft zu verhindern. Die Polizei überwachte die sozialen Netzwerke genau auf kleinste Hinweise auf irgendwelche Proteste, 500 Verfassungsschützer lauschten in Bars und auf Londons Plätzen nach Verdächtigem, ganze Stadtteile wurden komplett videogescannt. Die Kosten des Sicherheitspakets: Mehr als 1,1 Milliarden Euro.“

27.7.2015: Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz,*KORREKTUR* Bostons Bürgermeister Martin Walsh zum Rückzug der Olympia-Bewerbung seiner Stadt:

„Ich werde nichts unterschreiben, wodurch das Geld der Steuerzahler für die Kosten der Olympischen Spiele benutzt werden kann“.

11.7.2015: Landespastor Dirk Ahrens, Chef des Diakonischen Werkes in Hamburg, fordert den Senat auf, die sozialen Auswirkungen von Olympia 2024 transparent zu machen.

„Nach unserer Kenntnis gibt es bisher keine Kosten-Nutzen-Analyse der Olympischen Spiele in Hamburg 2024, die prüft, welche Folgen ein solches Großprojekt in all seinen Konsequenzen für arme und benachteiligte Bevölkerungsgruppen hat. Damit sich die Hamburgerinnen und Hamburger am 29. November bewusst für oder gegen eine Olympiabewerbung entscheiden können, muss der Senat bereits vor dem Referendum eine realistische Perspektive aufzeigen, ob und wie es in Hamburg ,Olympische Spiele für alle‘ geben kann, die transparent, nachhaltig und sozial gerecht sind.“ (Dirk Ahrens)

10.7.2015: Pressemitteilung des BUND: „Olympia: BUND Hamburg bleibt skeptisch
Der BUND sieht gewaltige Risiken, was die Umweltverträglichkeit der Spiele betrifft. Er fordert daher vor dem Referendum eine transparente und flächenscharfe Planung, welche Gebiete der Stadt für Olympia genutzt, welche Grünflächen in Anspruch genommen und wie Naturverluste ausgeglichen werden sollen.“

9.7.2015: Der Theaterregisseur und Sänger der Goldenen Zitronen, Schorsch Kamerun, äußert sich zum Ideenfest, an dem er teilgenommen hat.
„Wenn die Stadt Hamburg glaubt, sie könne jede Kritik einfach wegschlucken und gut verdaut in ihren Vereinahmungsbrei rühren, dann muss ihr deutlich gesagt werden, dass das so nicht laufen wird. Besonders heftige Problemthemen verlangen ernst gemeinte, radikale Lösungen und diese gehören nach vorn gestellt und nicht hinweg integriert. (Schorsch Kamerun)

  •  7.7.2015: Not my Job, Olympia in Hamburg. Der Journalist und Kulturschaffende Christoph Twickel lehnt es ab, beim Ideenfest rund um Olympia mitzumachen.
    „Ich meine: Eine Kultur, die sich aus Sorge um Fördertöpfe politischen Großprojekten anschließt und sich dabei dann kritisch geriert: Das ist Hofnarrentum. Kultur muss es sich leisten können, auf Distanz zur Macht zu gehen.“ (Christoph Twickel)
     
    30.6.2015: Der  Allgemeine Studierendenausschuss der HAW Hamburg unterstützt den Aufruf der Verfassten Studierendenschaft der Universität Hamburg.

    „Hochschulen, deren Mitglieder, ihre Ressourcen und Wissen dürfen nicht für ein milliardenschweres Prestigeprojekt des politischen Senats zweckentfremdet werden. Der Hamburger Senat verlangt nun die Unterstützung der Hochschulen, welcher er seit Jahrzehnten unterfinanziert, dies ist ein erheblicher Widerspruch zu der Freiheit der Wissenschaft, wie sie in unserem Grundgesetz verankert ist.“ (Jennifer Koch, Referentin für Hochschulpolitik)

    27.6.2015: Der Landesparteitag der LINKEN hat am 27. Juni die Ablehnung der
    olympischen Spiele und der Hamburger Bewerbung beschlossen.
    DIE LINKE. Hamburg lehnt eine Bewerbung Hamburgs für die olympischen
    Sommerspiele 2024 oder 2028 entschieden ab. Wir unterstützen das Bündnis
    „NOlympia Hamburg. Etwas Besseres als Olympia!“ und werden uns dafür
    einsetzen, olympische Spiele in Hamburg zu verhindern. Dabei werden wir
    auf die Erfahrungen der NOlympia-Bewegungen von München, Wien, London
    usw. zurückgreifen und arbeiten solidarisch zusammen mit den kritischen
    Bewegungen in den konkurrierenden Bewerberstädten weltweit.

  • 24.6.2015: Die GEW Hamburg äußert sich zur Olympia-Bewerbung und verfasst ein Positionspapier mit vielen Forderungen an den Senat.
    „Wir fordern von der Hamburger Politik ein seriös beratenes, mit einem Höchstmaß an demokratischer Teilhabe versehenes Instrument einer Volksbefragung zur Olympia-Bewerbung, wobei die Bevölkerung mindestens zwei Monate davor umfassend und in geeigneter Weise über alle – auch kritischen – Aspekte der Bewerbung zu informieren ist.“

    06/2015: Auch in Wandsbek formiert sich eine NOlympia-Gruppe.

    06/2015: In St. Georg gründet sich eine NOlympia-Ini, die 5 faule Olympia-Eier entdeckt.

    „Anders als der Senat uns verspricht, sind wir in St. Georg sicher, dass uns die Olympischen Spiele keinen Schritt weiter in Richtung sozialer und nachhaltiger Entwicklung weiterbringen werden, sondern die Gentrifi zierung weiter vorantreiben, sozial Schwächere buchstäblich an den Rand der Stadt (und der Gesellschaft) drängen und unser Alltagsleben vor, während und nach den Spielen massiv beeinträchtigen und verändern wird.“ (Jutta Gritti, Initiative NOlympia St. Georg)

    06/2015: Die Juniausgabe der Logistikzeitung Stadt Land Hafen widmet sich dem „Chaos um die Olympiabewerbung“ und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund:
    Hamburg brüskiert seine Hafenbetriebe und entwickelt absurde Vorstellungen“.

    19.6.2014: „Feuer und Flamme für Olympia?“ Silvia Schmidt, Leiterin des Bereichs Bildung der Diakonie Hamburg zu der Frage „Soll die evangelische Kirche Ja zu Olympia in Hamburg sagen“ .

    „Also: Bis dato liegt für die Austragung der Sommerspiele in Hamburg 2024 weder ein überzeugendes Konzept noch ein seriöser Kostenplan vor, der mehr hergibt als emotionalisierte Schlagwörter. Wir können uns als Kirche einmischen und das Entzünden unserer Fackel an Bedingungen knüpfen. Es geht nicht um Spielverderberei, sondern um verantwortliche Gesellschaftsgestaltung. Bis dahin bleibt meine Fackel aus.“ (Silvia Schmidt)

    18.6.2015: Das Studierendenparlament der Universität Hamburg beschließt „NOlympia Hamburg – Etwas Besseres als Olympia: Kämpferische Hochschulen gegen Kommerzspiele und für ein soziales und weltoffenes Hamburg“.

    „Der Senat versucht mit Olympia von der durch ihn verschärften sozialen Spaltung abzulenken. Denn Senat betreibt menschenverachtende Politik gegenüber Flüchtlingen (,einheimisch und zugewandert‘). Hamburg ist die Hauptstadt der Altersarmut (,jung und alt‘) und die reichste Stadt Deutschlands mit über 42.000 Millionären bei über 400.000 Menschen unter der Armutsgrenze (,arm und reich‘). Die Durchführung olympischer Kommerzspiele würde diese Spaltung massiv verschärfen.“

    Quelle: http://www.asta-uhh.de/uploads/media/NOlympia_BeschlussStupa.pdf

    06/07/2015: Was bedeutet Olympia für die Elbinseln? Diese Frage widmet sich die Juni-Juli-Ausgabe der Stadtteilzeitung Wilhelmsburger Insel Rundblick.
    „Verkehrsplanung, Mediendorf, Gewerbegebiete – alles geschieht von nun an unter dem Vorrang von Olympia. Der Bezirk oder gar die Wilhelmsburger_innen haben dabei nichts zu sagen. Bis 2017 will Hamburg sich lieb Kind beim IOC machen, um den Zuschlag für Olympia zu bekommen. Und danach ist Hamburg durch Vertrag an die Maßgaben des IOC gebunden.“ (Michael Rotschuh, Silke Wölke).

    11.6.2015: „Olympia in Hamburg? Nicht mit uns“, sagt die Grüne Jugend und setzt sich damit von ihrer Mutterpartei ab.
    „Ganz im Gegensatz zum Motto der Werbekampagne, ”Feuer und Flamme für die Spiele in Hamburg, weil Hamburg nur gewinnen kann”, kann Hamburg eben nicht nur gewinnen, sondern in vielerlei Hinsicht nur verlieren. Deswegen positioniert sich die GRÜNE JUGEND Hamburg klar gegen eine Hamburger Olympiabewerbung, wirbt für ein ,Nein‘ beim Olympia-Referendum am 29.11.2015 und wird im Vorfeld des Referendums u.a. mit dem Bündnis NOlympia zusammenarbeiten.“ (Grüne Jugend)

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