In 2015 verlor der Senat, für ihn überraschend, das Bürgerschaftsreferendum für die Spiele von 2024. Um eine derartige Überraschung zu vermeiden, organisierte er im November 2025 sogenannte Bürgerbeteiligungen für die Spiele 2036 bis 2044. Eine Auftaktveranstaltung und sieben Bezirksveranstaltungen mit je ca. 75 Teilnehmern sowie ein Onlinefragebogen wurden durchgeführt. Die Ergebnisse wurden heute präsentiert.
Dazu Eckart Maudrich, Pressesprecher von NOlympia:
„Die sog. Beteiligungveranstaltungen unter dem Vorzeichen eines vermeintlich alternativlosen Ergebnisses entpuppten sich als Werbevortrag des Olympiaverkäufers mit angekoppelter Kampagnenmarktforschung. Mitleiderregend war die Realitätsferne der Vorträge als das vermeintlich schon immer bestehende Bedürfnis für eine Mehrzweckarena mit der Chance auf Taylor Swift- und Bruce Springsteen- Konzerte in Hamburg beworben wurde – während gleichzeitig der Senat einräumte, dass eine empirische Bedarfsanalyse nie stattgefunden hat und die Fans von den jeweiligen Konzerten im Volksparkstadion 2024 und 2023 in Erinnerungen schwelgten.
Bedenklich auch das Integritäts- und Bürgerdialogverständnis des Karrierebeamten, der feste Finanzierungszusagen des Bundes behauptete, während der Senat gegenüber der Bürgerschaft einräumen mußte dass er vom Bund keinen Euro für seine 18 Millionen Bewerbungskosten erhält und dass eine konkrete Unterstützung nach Höhe und Umfang bei seinen Milliarden schweren Durchführungs-, Sicherheits- und Infrastrukturkosten nicht konkret vereinbart ist. Doppelbödig das »Teilhabe für Alle« versprechen, während die FAQs gleichzeitig einräumen, keinen Einfluß auf das globale Ticketsystem zu haben und somit den Spielezugang zur Lotterie machen; ganz zu schweigen von den Ticketpreisen für etwa die Eröffnungsfeier. Verschwiegen auch Aussagen zu den Auswirkungen des Hochsicherheitsevents, der Olympic Lanes und des Flugverkehrs auf die Stadtteile und Hamburg im ganzen.”
