In ihrem Brief an die Schulleitungen vom 10. April weist die Schulbehörde darauf hin, dass Lehrkräfte für die Unterrichtsgestaltung bezüglich des Referendums auch die Angebote von NOlympia nutzen können, da die Initiative erfolgreich gewesen sei. Sie begründet diesen Schritt damit, dass der Versand der Lehrmaterialien, die die Vorprojektgruppe mit Sitz in der Innenbehörde zum Bürgerschafts- referendum erstellt hatte und welche die Existenz einer Gegenmeinung bzw. den gesamten damit zusammenhängenden politischen Prozess ausklammerte, am 5. Februar erfolgt sei und zu diesem Zeitpunkt habe das Ergebnis der Unterschriftensammlung noch nicht vorgelegen.
Interessierten wurden die Unterlagen am 04.03. zugesandt. Alle anderen erhielten die Unterlagen in der Woche vom 9. März. Die Übergabe der knapp 20 Tausend Unterschriften erfolgte am 22. Februar und wurde in den Medien erwähnt. Die Website von NOlympia-Hamburg existiert seit 2015. Die Stellungnahme war seit dem 15. Januar online. Somit war auch vor der amtlichen Feststellung des Zustandekommens und vor dem Versand der Unterlagen die Existenz einer Gegenmeinung hinreichend deutlich. Die Auslassung ist nicht zeitlich-prozessual begründet.
Die Bürgerschaftskanzlei veranstaltet im Rathaus, in Absprache mit der Schulsenatorin, eine Diskussionsrunde zu Olympia mit Vertretern der Fraktionen. 90 Schülerinnen und Schüler sind eingeladen. Alle anderen ab Klasse 10 können sich digital live zuschalten. Eine Einladung zu dieser Veranstaltung ist bei NOlympia-Hamburg bislang nicht eingegangen.
Dazu Eckart Maudrich, Pressesprecher von NOlympia-Hamburg:
„Dass die Schulbehörde mit fragwürdigen Daten versucht, ihr eigenes Fehlverhalten in Bezug auf den Beutelsbacher Konsens zu legitimieren, macht einen ursprünglich schon fragwürdigen Vorgang leider nicht besser. Wir würden jedenfalls für die anstehende Diskussionsrunde zu Olympia zur Verfügung stehen.”
