Laut dem Datenportal Statista haben sich 48% der Deutschen für das 2026 vorgenommen, mehr Sport zu treiben. Eine Studie der University of Birmingham hat die Langzeiteffekte von Olympischen Spielen auf die Neigung Sport zu treiben anhand der Spiele von Beijing (2008) und London (2012) untersucht1. Die Verfasser stellen fest: “Es ist festzustellen, dass die inspirierende Wirkung der Olympischen Spiele zwar als Auslöser für Veränderungen im Teilnahmeverhalten nachweisbar wurde, diese Effekte jedoch als weniger bedeutend als andere grundlegende intrinsische (Sportkompetenz, Sporteinstellung und Sportselbstvertrauen) und extrinsische Faktoren (Zugänglichkeit von Sportanlagen und Zeit) wahrgenommen wurden.”

NOlympia Hamburg-Sprecher Eckart Maudrich meint dazu:
„Olympische Spiele sind nachweislich der uneffektivste Weg, Bewegung und Sport in der Breite zu fördern. Der Investitionsfokus auf dem Neubau eines milliardenschweren Olympiastadions, für das es keine Bedarfsanalyse jenseits der Olympiabewerbung gab, ist daher nicht zielführend. Auch die Mittel für die geplanten Einweg-Sportstätten, die bei Paris 2024 €1.3 Milliarden gebunden haben, werden fehlen, um in tägliche Bewegungsanreize, die über Gehweg- und Radnetze und dezentrale Sportstätten begünstigt werden, zu investieren.”
1 Chen, S, Liang, X, Hu, X & Yan, X 2022, Assessing the long-term inspirational impact of sporting-mega-events on sport and physical activity participation: postevents’ evidence from the UK and China, S.26
