Zu Sachlichkeit und demokratischem Verhalten zurückfinden und Breitensport stärken

Nach dem vorläufigen Endergebnis haben die Hamburger*innen mit 54.9% gegen eine Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 und 2044 gestimmt.

Eckart Maudrich, rzecznik prasowy NOlympia Hamburg:


Das Nein zu Olympia ist ein Votum für mehr Ausgaben in Turnhallen, Sportplätze und Schwimmhallen von denen alle einen Nutzen haben und gegen eine Vorstadtarena die nahezu ausschließlich kommerziellen Interessen einzelner dient. Das Nein bedeutet auch, dass wir in Hamburg keinen nachvollziehbaren Rechtfertigungsgrund für eine steuerbefreiende Ewigkeitsgarantie von profitorientierten Vereinen wie dem IOC erkennen können. Hamburg hat auch kein Verständnis für die einseitige Lastentragungsregel aus der Olympischen Charter. Mit seinen Gewinnbehauptungen, der Unterstützung durch den Bund und durch die völlig verzerrte Darstellung der Finanzierungsaufgabe hat der Senat die Grenzen des Sachlichkeitsgebots weit übertreten. Wir erwarten von unseren Politikern das Mindset von Civil Servants und nicht das von Spin Doctoren. Mit Mit dem Direktversand von nicht am Kontroversitätsprinzip geleiteten Politikunterrichtsmaterialien an Lehrer*innen durch die Olympiawerbeabteilung des Sportsenators sowie der direkten Beeinflussung des Ratsentscheids durch Hamburger Werbung in Kiel wurden etliche rote Demokratieverständnislinien überschritten, die sich nicht wiederholen dürfen.”